Unser Archicad Kunde Beham Architekten aus Dietramszell wurde mit einer besonderen Bauaufgabe betraut, dem Konzept und der Planung für ein Natureness-Hotel, das auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Gäste der Zukunft reagiert und sich nun im Bau befindet: das BERGEBLICK Hotel in Bad Tölz.

Neues Erholungskonzept für Bad Tölz
Die Stadt Bad Tölz befindet sich nach erfolgreichen Jahren – erste und größte Wandelhalle Europas, erstes und größtes Spaßbad seiner Art in Europa, das Alpamare – in einer scheinbar perspektivlosen Identitätskrise und verkommt vom ehemaligs beliebten Kur- und Badeort immer mehr zu einem monofunktionalen Wohnsitz für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase.

Der Hotelneubau BERGEBLICK soll neuen Mut wecken, um mit frischen Konzepten und durch die Verwendung traditioneller, regionaler Materialien in einem Gebäude dieser Dimension die Kreisstadt in die Zukunft begleiten.

Stadtwald im Gebäude
Die Topografie des Baugeländes inmitten der voralpenländischen Moränenlandschaft des bayerischen Oberlandes sowie der angrenzende Stadtwald über der Isar prägen den Entwurf. Das Gebäude fügt sich sensibel in die Landschaft, die Integration von Bäumen in und um den Baukörper soll die maximale Verschmelzung zwischen menschlichem Habitat und purer, erlebbarer Natur erzeugen. Als würde der angrenzende Stadtwald durch das Gebäude wachsen.

Das Material Holz und seine Wirkung
Die Naturverbundenheit zieht sich durch das gesamte Hotelkonzept. Vom regenerativen Energiekonzept über das Erholungsangebot für den Gast, bis zur konsequenten, konstruktiven Verwendung des natürlichen und kreislauffähigen Materials. Alles dreht sich dabei um nur ein Thema: den Baum. Seine Wirkung, seinen Einfluss, seine Ressource und seine lebenswichtige Bedeutung für uns Menschen.

Holz ist nicht nur eine einfache Wärmequelle oder ein reiner Baustoff, Holz ist vielmehr ein synergetischer Partner für eine Koexistenz verschiedener Habitate. Zu bemerken ist der Einfluss der Bäume auf das Gebäude (Kühlung im Sommer und Wärmerückhaltung im Winter) sowie die natürliche CO2-regulierende Wirkung.

Fassadengestaltung
Das dominierende Material der Fassade ist Holz. Die skelettartige Fassade wie auch die dahinterliegenden Wandverkleidungen der konstruktiven und thermischen Gebäudehülle sollen durch die Verwendung von Holz einen Bezug zur lokalen Baukultur herstellen und eine nahtlose Integration des Gebäudes in seine natürliche Umgebung im Stadtwald ermöglichen.

Die „Gerüst“-Fassade ist das prägende Gestaltungselement. Dieses zieht sich homogen über die konstruktive und thermische Außenhülle und bietet freie Zwischenzonen für die Besucher:innen. Diese werden dann teils als Freisitz oder teils als Platz für Bäume genutzt, die an der Fassade wachsen. Während die „Gerüst“-Fassade einer rhythmischen Tektonik folgt, erzeugt die dahinterliegende Gebäudehülle durch Vor- und Rücksprünge ein Spiel aus unterschiedlichen, räumlichen Tiefen.

Nachhaltigkeit als koexistierte Synergie
Es wird nicht nur mit Holz gebaut, sondern auch mit Bäumen. Der Rohstoff wird hierbei als Quelle eingesetzt, um das Gebäude in allen Gesichtspunkten des Bauens positiv zu beeinflussen. Erkenntnisse und Erfahrungen regionaler, traditioneller Architektur wird im Umgang mit dem Baustoff Holz.

Das Gebäude löst Klimaregulierung ebenso wie Hitze-, Wind- und Wetterschutz durch Bäume. Das skelettartige Fassadengerüst ist aus heimischen Holz, ohne Blechabdeckungen und soll damit die Holzstruktur in reiner Form zeigen.

Beham Architekten denken Nachhaltigkeit als koexistierte Synergie, die technische Lösungen minimiert und wenden diesen nachhaltigen Gedanken als folgerichtigen Schritt in ihren zukünftigen Bauvorhaben an.

Beham Architekten bearbeiten ihre Projekte mit Archicad. Die Visualisierungen wurden mit Lumion LiveSync für Archicad in Echtzeit gerendert.

Beham Architekten, Dietramszell
beham-architekten.de

Hotel BERGEBLICK, Bad Tölz
bergeblick.de

Visualisierungen und Fotos ©Beham Architekten

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