Vom 21. Mai bis 6. Juni 2021 fand die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg statt. Schnitzer& stiftete wie im vergangenen Jahr gemeinsam mit weiteren Förderern den Architekturpreis des internationalen Wettbewerbs.

Veranstalter: Arbeitskreis Film Regensburg e.V.
www.kurzfilmwoche.de

Ausgezeichnet wurde von der Jury, bestehend aus Andreas Eckl, Stephanie Reiterer und Matthew Burger, der Film Top Down Memory von Daniel Theiler. Eine Lobende Erwähnung erhielt der Film Double Bind von Ruben Bellinkx.

Begründung der Jury:
„Der Ausgangspunkt für diesen Film ist eine Verflechtung von intellektuellen und/oder emotionalen Fäden zwischen: 01) Kunst & Architektur. 02) Film & Architektur als Methode der Darstellung einer dramatischen Performance (theatralische Inszenierung) mittels eines Attributs der Architektur: den Balkon. 03) dem Balkon als universelles Element der Architektur, anhand eines konkreten Beispiels eines historischen Balkons (und möglicherweise seines Geistes) in Berlin, Deutschland.

Unser Ausgangspunkt, um diesen Film zu begreifen, geht historisch zurück zur biennale architettura 2014 - la biennale di venezia 2014, kuratiert von Rem Koolhaas mit dem Titel „elements of architecture“. Die zugrundeliegende Erzählstruktur von „Top Down Memory“ bekräftigt, dass Design schon immer ein politisches Element hatte und dass Politiker Architektur für ihre eigene Propaganda-Agenda in diesem wie auch im letzten Jahrhundert mit unterschiedlichem Erfolg und/oder Misserfolg benutzt/missbraucht haben. Die andauernde Diskussion darüber, was eine große Lüge in der politischen Arena der Architektur sein könnte (ob es die Hitler/Mussolini-Version des zwanzigsten Jahrhunderts oder die Donald Trump-Version des einundzwanzigsten Jahrhunderts ist, ist unerheblich), ist zwar interessant, aber nicht der Grund, warum dieser Film außergewöhnlich ist.

Vielmehr ist durch den Koolhaas-Filter von Venedig à la 2014 der Balkon selbst, als fundamentales Element der Architektur, der Hauptprotagonist dieses wunderbaren Kurzfilms von Daniel Theiler. Die Dualität des visuellen Charakters des Films erlaubt es dem spezifischen Beispiel des Geschichtenerzählens, eine Interpretation mit offenem Ende in Richtung eines universelleren Phänomens zuzulassen. Gut gemacht und herzlichen Glückwunsch zu Ihren Bemühungen.“

Mit Unterstützung von Schnitzer&

Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite.
Wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, wie in unserer Cookie-Policy angegeben.