Die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg findet vom 21. Mai bis 6. Juni 2021 als Online-Veranstaltung statt. Schnitzer& stiftet wie im vergangenen Jahr gemeinsam mit weiteren Förderern den Architekturpreis des internationalen Wettbewerbs.

Veranstalter: Arbeitskreis Film Regensburg e.V.
Download Programm Kurzfilmwoche
www.kurzfilmwoche.de

Architekturfenster

SEMIOTICS OF THE CITY
Daniel Burkhardt, Deutschland 2020, Farbe, 4 Min, engl. OV
DAWN
Yukao Nagemi, Frankreich/Moldawien 2020, Farbe, 10 Min, ohne Dialog
DOUBLE BIND
Ruben Bellinkx, Belgien 2020, Farbe, 11 Min, ohne Dialog
CÃES QUE LADRAM AOS PÁSSAROS (DOGS BARKING AT BIRDS)
Leonor Teles, Portugal 2019, Farbe, 20 Min, port./engl. OV
TOPIASKOP
Josephin Böttger, Deutschland 2019, Farbe, 7 Min, ohne Dialog
COLLAPSING MIES
Claudia Larcher, Österreich 2020, Farbe, 7 Min, ohne Dialog
PRÄSENZ
Aleksandra Kolodziejczyk/Karl Wratschko, Österreich 2020, s/w, 6 Min, ohne Dialog
TO SHAPE AND BE SHAPED
Itai Palti, Israel 2020, Farbe, 7 Min, engl. OV
RE-SCULPTED IN TIME: SANATORIUM ZONNESTRAAL
Michiel van Bakel, Niederlande 2020, Farbe, 10 Min, ohne Dialog
ESFINGE URBANA (URBAN SPHINX) María Lorenzo
Spanien 2020, Farbe, 5 Min, ohne Dialog

Architektur ist seit Anbeginn der Filmgeschichte ein zentrales Motiv im Bewegtbild. Oft begegnet man ihr in dokumentarischer Form, zuweilen sogar als Protagonistin: Die Stadt der Gegenwart als futuristische Schreckensvision. Dieses Bild zeichnete der französische Cineast Jean-Luc Godard 1965 in seinem Film ALPHAVILLE, in dem er das Paris seiner Zeit in eine gefühlslose, dystopische, diktatorisch von einem Computer regierte Stadt verwandelte. Dadurch wird der damals neuartigen Architektur der Bürogebäude und Hochhäuser der bedrohliche Charakter des Unbekannten und Undurchschaubaren verliehen. Das Kino saugt den Raum der Realität auf, macht ihn sich zu eigen und schafft daraus letztlich einen eigenen, inhärenten Raum aus Bewegung und Zeit, der mindestens ebenso unheimlich, wenn nicht sogar beängstigender wirken kann als die Architektur, die einen unersetzbaren Teil dieses Raumes repräsentiert.

Themen wie Architektur, Raum und Stadt beschäftigen Filmschaffende auch heute, über 50 Jahre später, wie unser diesjähriges Architekturprogramm wieder einmal zeigt. Wenngleich die zehn präsentierten Filme sich diesen Motiven aus vielfältigen Perspektiven annähern, so ist dennoch eindeutig: Das Gefühl des Fremdartigen, Unheimlichen ist im Jahre 2021 nicht weniger präsent als 1965 – unabhängig davon, wie gut wir einen Raum kennen, ob wir uns dort zum ersten Mal befinden oder ihn Zuhause nennen, vielleicht sogar unser ganzes Leben dort verbracht haben. Von der surrealen Vorstadthölle über Themen wie Gentrifizierung und Marginalisierung bis hin zu kolonialer Ausbeutung bietet das Architekturfenster in abstrakter wie in konkreter Form viel Stoff zum Denken, Reflektieren und Diskutieren über Räume sowie ihre Bedeutung und Wirkung, heute wie früher.

Der Architekturkreis Regensburg e.V., die Ferdinand Schmack jun. GmbH, der Treffpunkt Architektur Niederbayern-Oberpfalz der bayerischen Architekturkammer, der BDB, sowie die Schnitzer& GmbH stiften gemeinsam den Architekturpreis in Höhe von 1.500 Euro an eine Architektur-affine (Co)Produktion. Neben den Beiträgen in diesem Programm sind außerdem noch die Filme A LACK OF CLARITY, DARK MATTER, OPEN WOUNDS, THERE MUST BE SOME KIND OF WAY OUT OF HERE, HOTEL ASTORIA, TOP DOWN MEMORY und ANTROPHOCENE aus den anderen Wettbewerben für diesen Preis nominiert. Die Jury, bestehend aus Andreas Eckl, Stephanie Reiterer und Matthew Burger, hat die Qual der Wahl.

Mit Unterstützung von Schnitzer&

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