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Mario Schoßer: Licht-Bild-Raum / Architektur und Kunst e.V.

Mario Schoßer: Licht-Bild-Raum / Architektur und Kunst e.V.

Mario Schoßer
Licht-Bild-Raum

Donnerstag, 12. September 2019 um 19.30 Uhr
Magdalenenkirche an der Dominkanerkirche St. Blasius
Eingang Maximilianstraße, Regierungsplatz 541, 84028 Landshut
Veranstalter: Architektur und Kunst e.V.
Ausstellung bis 29. September 2019

Mit Unterstützung von Schnitzer&

Der Verein Architektur und Kunst e.V. Landshut zeigt Werkgruppen des Künstlers Mario Schoßer.

Mario Schoßer lebt und arbeitet auf einem ehemaligen Bauernhof in Aukam im Landkreis Landshut. Nach seinem Studium der Kunsterziehung von 1975-80 machte er sich früh einen Namen durch seine feinen Zeichnungen und ab der Studienzeit auch mit Radierungen, die er schon auf einer eigenen Presse druckte. Bald entwickelten sich literarische Projekte, Illustrationen, Künstlerbücher und schließlich entstanden über 100 Titelblätter für die Zeitschrift „Literatur in Bayern“. Schließlich erweiterte sich Schoßers Arbeitsweise immer mehr zum Farbigen und Malerischen hin und mit dem Auftrag für die Gestaltung des Bühnenbildes zu Hans Magnus Enzensbergers „Requiem für eine romantische Frau“ für das Südostbayerische Städtetheater entstand die erste große dreidimensionale Arbeit (1992). Es folgten private und öffentliche Aufträge und eine sehr aktive Ausstellungstätigkeit mit Präsentationen seiner Arbeiten im In- und Ausland. In die Jahre der Jahrtausendwende fallen auch erste Glasarbeiten, anfangs oft noch mit klassischer Bleiverglasung. Diese Erfahrungen weckten bei Mario Schoßer das grundsätzliche Interesse am Werkstoff Glas mit all seinen technischen und bildnerischen Möglichkeiten.

Bis heute faszinieren den Künstler die Dimensionen der farblichen und grafischen Gestaltung, Transparenz, Licht- und Farbwirkung auf den Raum. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs zur Gestaltung des Neubaus der „Eustachius-Kugler-Kirche“ auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder in Straubing (2007/2008) beginnt auch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München, in deren Werkstätten Schoßer bis heute seine glasmalerischen Projekte durchführt. Für Straubing entwarf der Künstler damals eine gläserne Außenwand mit 285 qm Handmalerei und in gleicher Dimension davor liegende Sandstrahlungen von außen und innen. Im Zuge dieser großen Herausforderung entstand auch das abstrakte Altarbild (5x10 m) und die gesamte liturgische Ausstattung. Im Anschluss an dieses „Gesamtkunstwerk“ schuf Mario Schoßer eine ganze Reihe von Raumgestaltungen, die von farbigem Licht durchflutet sind, z.B. in Regensburg, Königstein bei Frankfurt, Passau, Gremsdorf, Forchheim, Vilsbiburg, Bad Füssing, Niederalteich, Simbach/Landau und zuletzt Neuendettelsau (zu diesem Projekt erscheint zur Ausstellung ein aufwändig gestalteter Katalog). Für die Werkschau in der selten genutzten, aber wunderbaren Magdalenen-Kapelle an der Regierung von Niederbayern hat Mario Schoßer eine ganz aktuelle Glasinstallation, neue Malerei und Grafik, sowie eine Dia-Projektion mit einer Auswahl seiner Raumgestaltungen vorbereitet.

Mario Schoßer ist Mitglied bei den Kunstvereinen Landshut und Passau, beim BBK und Deutschen Werkbund, außerdem künstlerischer Berater der Kunstkommission der Diözese Passau.