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Alltagsarchitektur - Die Po(i)esie der Sachlichkeit / Architekturgalerie

Alltagsarchitektur - Die Po(i)esie der Sachlichkeit / Architekturgalerie

Die Architekturgalerie München lädt ein zur Eröffnung der Ausstellung

hirner & riehl architekten
Alltagsarchitektur - Die Po(i)esie der Sachlichkeit

Donnerstag, 14. November 2019 um 19.00 Uhr
Architekturgalerie München, Türkenstraße 30, 80333 München
Veranstalter: Architekturgalerie München
Ausstellung bis 17. Januar 2020

Es sprechen:
Nicola Borgmann, Architekturgalerie München
Prof. Dr. Thomas Buchheim, Ordinarius für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Martin Hirner und Dr. Martin Riehl, hirner & riehl architekten

Weitere Termine im Rahmen der Ausstellung.:

Mittwoch, 20. November 2019 um 19.00 Uhr
Po(i)esie I - Lecture Performance mit Christoper Dell

Donnerstag, 5. Dezember 2019 um 19.00 Uhr
Po(i)esie II - August Zirner liest Adolf Loos

Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 19.00 Uhr
Po(i)esie III - Bellevue di Monaco: Stadtraum zurückgewinnen
Gesprächsrunde der Akteure mit Alex Rühle, Grisi Ganzer & Matthias Marschner

Freitag, 17. Januar 2020 um 19.00 Uhr
Finissage mit „Die Realität der Architektur“
Gesprächsrunde mit Ulrike Myrzik, Dr. Philipp Reinfeld & Stefan Wimmer

„Poetische Alltagsarchitektur zielt nicht auf das singulär-besondere Bild oder den monumentalen Wert von Architektur. Ihre Gestalt gewinnt sie in einem komplexen Spiel von Bedingungen und Dingen.“ Dem Ausstellungskonzept liegt eine irritierende Erfahrung zugrunde: Die Differenz zwischen der elementar und real erfahrbaren Architektur und deren bildlicher Repräsentanz und Dominanz in den digitalen Medien.

Diese Differenz stellt solange kein ernstes Problem dar, solange das Bild der Architektur im Verhältnis zur lebensweltlich realen Architektur eine relativ untergeordnete Rolle spielt. Zunehmend bestimmen allerdings Bilder die architektonische Realität und es entsteht vermehrt der Eindruck, dass Gebäude vor allem auf ihre exzeptionelle (digitale) Bildwirkung hin entworfen werden.

Hinsichtlich ihrer eigenen Arbeiten hat das Büro hirner & riehl allerdings über die Jahre eine andere Agenda entwickelt: Lebensweltliche Qualitäten wie Ort, Raum, Gebrauch und Material sind mindestens ebenso wichtig wie die Bildwirkung eines Gebäudes. In diesem Sinne zeigt die Ausstellung in der Architekturgalerie München die Gebäude im Gebrauch - die Fotografien von Ulrike Myrzik wagen dabei einen anderen Blick auf Raum und Bau.

Martin Hirner und Dr. Martin Riehl entwickeln seit 1990 in formaler, funktionaler und ökologischer Hinsicht nachhaltige Gebäude aus den Bedingungen, die sie vorfinden. 2016 kamen drei Büropartner dazu und 2018 zeigten sie mit dem Geflüchtetenprojekt „Bellevue di Monaco“, wie wichtig der Integrationsprozess für das Entstehen von gelungener Architektur ist. Heute zählt das in München ansässige Büro über 30 Mitarbeitende.

Mit Unterstützung von Schnitzer&

Foto: Ulrike Myrzik