Theodor Hugues - Bauen und Lehren

Theodor Hugues - Bauen und Lehren

Mittwoch, 18. Januar 2017 um 18.00 Uhr
TU München, Baustoffsammlung, Nordgelände, N0160 (U-Trakt, Erdgeschoss, östliche Brücke), Theresienstraße 90, 80333 München
Veranstalter: TU München, Lehrstuhl für Baukonstruktion
Ausstellung bis 25. Januar 2017

Mit Unterstützung von Schnitzer&

Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Theodor Hugues laden der Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde, Prof. Florian Musso, in Kooperation mit dem Architekturmuseum der TU München zur Ausstellung „Theodor Hugues - Bauen und Lehren“ in die Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur der TU München ein.

Theodor Hugues steht in der Nachfolge der zweiten Generation der „Münchner Architekturschule“, die mit Namen wie Hans Döllgast, Josef Wiedemann, Franz Hart, Werner Eichberg und Johannes Ludwig verbunden ist. Als Professor für Entwerfen, Baukonstruktion und Baustoffkunde unterrichtete Hugues 23 Jahre von 1979 bis 2002 an der Fakultät für Architektur. Seine Lehre trug maßgeblich zur soliden konstruktiven und baustoffkundlichen Ausbildung angehender Architektinnen und Architekten bei. Die Beherrschung der konstruktiven Durchgestaltung eines Entwurfs, das spezifische Qualitätsmerkmal der Münchner Schule, das weit über die Grenzen Bayerns über Jahrzehnte Maßstäbe setzte, ist eng mit seinem Namen verbunden. Außerdem legte er eigene Schwerpunkte, vor allem in der Raumkunst. Für gute Lehre wurde Hugues 1998 mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille ausgezeichnet.

Grundlage und Glaubwürdigkeit von Hugues’ Lehre liefern seine beispielgebenden Bauten, die oft für die evangelische Kirche entstanden, wie das 1975 mit dem BDA-Preis prämierte Rudolf-Alexander-Schröder-Haus in Bergen (1974; 2014), das als ein Schlüsselwerk für Hugues’ Auffassung einer material- und werkgerechten Architektur gelten kann, oder die Jugendtagungsstätte in Michelrieth (1983/84), für die er 1986 den Deutschen Holzbaupreis erhielt. Auch mit den Institutsbauten der Medizintechnik in Garching (2000–2004) steht Hugues in der Tradition von Münchner Architekturprofessoren, die für die TU München planten und bauten.

Die Ausstellung gibt anhand von Fotografien, Modellen und einigen Originalzeichnungen einen Einblick in das eindrucksvolle Schaffen einer - trotz hoher fachlicher Auszeichnungen wie der Heinrich Tessenow-Medaille in Gold (1991) oder dem Bayerischen Architekturpreis (2009) - stets bescheiden gebliebenen liebenswerten Lehrer- und Architektenpersönlichkeit.