„Fremdenzimmer“ - Wilhelm Christoph Warning, Enno Kapitza / Schnitzer& Studio

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung,
zu Lesung, Gespräch und Musik

„Fremdenzimmer“

Montag, 18. September 2017 um 18.30 Uhr
Schnitzer& Studio, Lindwurmstraße 95a (2. Innenhof), 80337 München
(U3/U6 und Bus 58, Goetheplatz, Lageplan)

Wilhelm Warning liest aus seinem Buch „Fremdenzimmer“. Die Ausstellung zeigt großformatige Fotografien von Enno Kapitza. Wilhelm und Sabine Warning berichten von der Entstehung des Buchprojekts und über ihre gemeinsamen Erfahrungen auch in der Zeit danach. Dazwischen gibt es live gespielt syrische Musik mit Abathar Kmash (Oud) und Amjad Sukar (Percussion).

Ausstellung bis 13. Oktober 2017
Montag bis Donnerstag von 10-18 Uhr, Freitag von 10-16 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung von Sieveking Verlag, München

Sechzehn Männer aus Syrien, vertrieben vom Krieg. Sie haben nahezu alles verloren und werden vom Zufall an denselben Ort in Deutschland gebracht. Wilhelm Warning gelingt es, seine Gesprächspartner nicht in einer anonymen Flüchtlingswelle untergehen zu lassen. Er lässt stattdessen die Menschen zu Wort kommen.

Seine einfühlsamen Porträts machen anschaulich klar: Es kommen nicht die Flüchtlinge, die Fremden, die Muslime nach Deutschland. Es kommen sehr unterschiedliche Menschen, das Herz voller schlimmer Erlebnisse. Die syrischen Staatsbürger, die Warning interviewt hat, leben in einer ehemaligen Ausflugspension in Oberbayern. Hier hat das Wort Fremdenzimmer eine neue Bedeutung erhalten, seit die Gemeinde die Flüchtlinge einquartierte.

Enno Kapitzas Porträtfotografien unterstreichen die Botschaft des Buches: Nach Deutschland fliehen Menschen, die als eigene Personen ernst genommen werden wollen. Sie haben ein Recht darauf.

Wilhelm Christoph Warning ist Autor, Essayist und Kunst- und Architekturkritiker. Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren vor allem für den öffentlichrechtlichen Rundfunk. Enno Kapitza fotografiert für namhafte internationale Magazine wie GEO, Greenpeace Magazin, Stern oder das SZ Magazin.

Foto: Enno Kapitza