Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung entwirft Artistenschule am Ostbahnhof


Wer sich zum staatlich geprüften Artisten ausbilden lassen möchte, findet in München bislang kein geeignetes Angebot. Wie die erste öffentliche Artistenschule für München aussehen könnte, zeigt der Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung der Technischen Universität München von Professor Hannelore Deubzer in einer Ausstellung. Gezeigt werden 30 Gebäudeentwürfe von Studierenden der Architekturfakultät. Zur Ausstellungseröffnung werden Nachwuchsartisten eine Kostprobe ihrer Kunst geben.

Dienstag, 5. Februar 2013 um 19.00 Uhr
White Box Kultfabrik, Grafinger Straße 6, 81671 München
Veranstalter: TU München, Fakultät für Architektur, Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung
Bis 23. Februar 2013

Mit Unterstützung von CAD-Solutions - GRAPHISOFT Center München/Nordbayern/Regensburg

Gäste:
Werner Eckart, ECKware AG/Kultfabrik
Rainer Schweppe, Stadtschulrat am Referat für Bildung und Sport
Johann Wilhelm, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Johannes Ernst, Steidle Architekten
Stefan Burger, Burger Rudacs Architekten
Dr. Ulrich Sodemann und Barbara von Balluseck
David Rashid, Artistenschule München
Thomas Arndt, Artistenschule Berlin

Mitwirkende:
Projektleitung: Prof. Hannelore Deubzer, Bettina-Maria Müller
Verfasser: Studierende der TUM im Diplom- und Bachelorstudiengang Architektur

Die Diplom- und Bachelorstudierenden beschäftigten sich 6 Monate mit diesem Thema und entwickelten ein Konzept für ein Gebäude, das den Anforderungen an eine moderne Artistenausbildung gerecht wird. Vorbild für die Studierenden war die Artistenschule Berlin, ein staatlich gefördertes Schulprojekt, das international ein hohes Ansehen genießt. Ein geeigneter Standort in München ist ein Gelände auf dem Gebiet der Kultfabrik am Münchener Ostbahnhof. "Wir wählten ganz bewusst diesen Ort, weil er sich gerade stark verändert und sich dadurch vielfältige neue Entwicklungschancen ergeben können", erklärt Bettina-Maria Müller, die den Entwurf als wissenschaftliche Mitarbeiterin organisiert und gemeinsam mit ihren Kollegen betreut.

Gegenwärtig trainieren junge Münchenerinnen und Münchener mit einem Faible für die Artistenkunst in einem Projekt des Vereins "Menschen in München - Münchner Freiheit e.V.", dessen Organisatoren den Studentenentwurf als Interviewpartner freundlich unterstützt haben. Mit einer staatlichen Artistenschule könnte die Landeshauptstadt eine Lücke im Ausbildungsangebot schließen. Die bis zum 23. Februar 2013 geöffnete Ausstellung fasst die Gebäudekonzepte der Studenten anschaulich zusammen. Die Entwurfsideen werden anhand von Gebäudemodellen, Architekturplänen, computergenerierten Innen- und Außenansichten sowie Fotos und Videos präsentiert. Begleitet wurde das Entwurfsprojekt u.a. von dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München, der Kultfabrik München sowie den Büros Steidle Architekten und Burger Rudacs Architekten.

Artistenschule