Konferenz „Demokratisches Grün - 40 Jahre Olympiapark München“


40 Jahre Olympiapark

Die Technische Universität München Fakultät für Architektur lädt ein zur Konferenz

Demokratisches Grün - 40 Jahre Olympiapark München

Donnerstag und Freitag, 25./26. Oktober 2012
TU München, Vorhoelzer Forum, Arcisstraße 21, 80333 München
Veranstalter: TU München, Fakultät für Architektur
Kuratorinnen: Prof. Regine Keller, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum (LAO)
Prof. Stefanie Hennecke, Juniorprofessur für Geschichte und Theorie der Landschaftsarchitektur (GTLA)

Mit Unterstützung von CAD-Solutions - GRAPHISOFT Center München/Nordbayern/Regensburg

"Berg und See, Baum und Hain, Wiese und Sumpf, Ufer und Trampelwege ... sind Bauelemente einer Landschaft, die naturhaft und zugleich strapazierfähig wie ein guter Gebrauchsgegenstand sein sollen." Landschaftsarchitekt Günther Grzimek setzte 1972 mit dem Münchner Olympiapark seine Idee eines "Gebrauchsparks" um. Er trat für eine Parkgestaltung ein, die sich alleine aus den Bedürfnissen der Nutzer ableitet. Auch nach der Fertigstellung sollte ein Park noch zahlreiche Möglichkeiten der ungeplanten Aneignung und spontanen Veränderung offen halten.

2012 ist der Münchner Olympiapark seit 40 Jahren in Gebrauch. Vier Millionen Besucher bestätigen jährlich die ungebrochene Attraktivität dieser weiträumigen, öffentlichen Anlage. Bekannt ist der denkmalgeschützte Olympiapark vor allem für seine fast futuristisch anmutende Modellierung im Zusammenspiel mit der berühmten Zeltarchitektur der Olympiabauten des Architekten Günter Behnisch und der Landmarke des Fernsehturms. Dagegen scheint das zu Grunde liegende, bis heute provokante Gestaltungs- und Nutzungskonzept Grzimeks nahezu in Vergessenheit geraten zu sein.

Ein kürzlich erstelltes Parkpflegewerk formuliert Leitlinien für eine denkmalgerechte Pflege und Nutzung. Aber ist der Denkmalschutz die angemessene Antwort auf Grzimeks modernen Ansatz einer am Nutzer orientierten ständigen Weiterentwicklung von Parkanlagen? Im Rahmen der Konferenz reflektieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Architektur, Landschaftsarchitektur, Design und Denkmalpflege Grzimeks neuartiges Parkkonzept. Konfrontiert werden sie mit den Fragen, welche Bedeutung der Olympiapark heute hat, und wie seine Zukunft als Gebrauchspark aussieht. Und was sind aktuelle Vorstellungen einer sozial orientierten Stadt- und Grünplanung etwa im Rahmen der nächsten Olympischen Spiele in London oder Rio de Janeiro?

Referenten, Moderatoren und Podium:

Gestaltung: design stauss grillmeier, münchen
Illustration auf Basis von Elementen von Walter Schwaiger